Uhrmacherin und Uhrmacher

Eine Person arbeitet mit einem Werkzeug an einer Uhr.
Das Uhrwerk einer Großuhr.
Info und Kontakt

Ansprechperson:
Herr Zehle
040 428 855 780

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Lernorte: Betrieb und Berufsschule

Tätigkeitsbereich

Uhrmacher*innen, die in Handwerksbetrieben tätig sind, prüfen, reparieren und warten mechanische und elektronische Klein- und Großuhren. Außerdem stellen sie Zeitmessgeräte aller Art her. Um Schäden am Uhrwerk feststellen und reparieren zu können, zerlegen sie Klein- und Großuhren, beheben den Fehler, setzen die Uhren wieder zusammen und justieren sie.

Einzelteile wie Gehäuse, Uhrzeiger oder Pendel fertigen sie bei älteren Uhren manchmal selbst an, häufig verwenden sie auch industriell vorgefertigte Baugruppen. Darüber hinaus restaurieren sie alte Uhren und setzen Schmuckstücke wieder instand. Ihre Kunden bedienen und beraten sie im Laden oder in der Werkstatt.

In der Industrie werden Uhren maschinell sowie in Serie hergestellt. Hier fertigen Uhrmacher/innen Einzelteile für Klein- und Großuhren an, programmieren und bedienen CNC- Maschinen und überwachen die Produktion.

Einsatzort

Uhrmacher*innen arbeiten hauptsächlich

  • in der handwerklichen Uhrenherstellung
  • in der industriellen Uhrenherstellung
  • in Reparatur- und Servicewerkstätten

Ihr Arbeitsort ist die Werkstatt, sei es eine kleine Reparaturwerkstatt eines Fachhändlers oder eine Montagewerkstatt der Uhrenindustrie. In Einzelhandelsgeschäften beraten sie Kunden in Verkaufsräumen. Ggf. haben sie auch am Bildschirm im Büro zu tun.

Worauf kommt es an?

Vor allem Sorgfalt ist in diesem Beruf wichtig, z.B. bei Präzisionsarbeiten mit millimetergroßen Werkteilen.

Kenntnisse in Mathematik sollten vorhanden sein, da man beispielsweise bei Uhrwerken Räderwerksberechnungen durchführt. Auch Physik ist wichtig: Um die Arbeitsweise der unterschiedlichen Zeitmessgeräte zu verstehen, benötigt man Kenntnis physikalischer Gesetze und Zusammenhänge. Wissen in Werken und Technik ist hilfreich für die Bedienung von Bohr-, Dreh- und Fräsmaschinen. Kenntnisse im Bereich Technisches Zeichnen erleichtern die Konzeption von Uhrgehäusen oder Großuhrenteilen.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Handwerksbetriebe überwiegende Auszubildende mit einem ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA, ehemals Hauptschulabschluss) ein, Industriebetriebe wählen vor allem Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss (MSA) aus.

Welche Alternativen gibt es?

Wenn es mit dem Ausbildungsplatz zum Uhrmacher bzw. zur Uhrmacherin nicht klappt, hier eine Auswahl von Alternativberufen mit vergleichbaren Ausbildungs- bzw. Tätigkeitsinhalten:

  • Büchsenmacher*in
  • Chirurgiemechaniker*in
  • Industriemechaniker - Feingerätebau

    Industriemechanikerinnen und Industriemechaniker sorgen dafür, dass Maschinen und Fertigungsanlagen betriebsbereit sind. Sie stellen Geräteteile, Maschinenbauteile und -gruppen her montieren diese zu Maschinen und technischen Systemen.

    Drei Personen arbeiten an einem roten Getriebe, eine Person steht dahinter.
  • Industrie­mechatroniker

    Industriemechatronikerinnen und Industriemechatroniker bauen mechanische, elektrische und elektronische Bauteile und Baugruppen. Sie montieren diese zu komplexen Systemen. Sie installieren Steuerungssoftware, halten die Systeme instand und reparieren sie.

    Auf einer Montageplatte sind mehrere verdrahtete Industriekomponenten montiert.